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Mörsdorf:Wegzeichen am "Forster Kuppen"

Seit vielen Jahrzehnten ist der „Forster Kuppen“ ein beliebtes Wanderziel für die Mörsdorfer.  
Davon zeugen die Wegzeichen, die in der Vergangenheit dort aufgestellt beziehungsweise 
erbaut wurden. Auch die Feriengäste kommen gerne zum Forster Kuppen, der über den 
gekennzeichneten Wanderweg „N 8“ zu erreichen ist. Folgt man dem Hinweisschild an der 
Trafostation in der Straße „Auf der Lex“ erschließt sich dem Wanderer ein wunderschönes 
Panorama. Links sind die bewaldeten Abhänge des Großbachtales zu sehen und auf der Höhe 
liegen die Dörfer Mastershausen, Sosberg und Forst. Der Rundweg ist zirka 1,8 Kilometer 
lang und endet in der „Unteren Kirchstraße“.  

Bildstock

Doch niemand geht den Weg ohne kurz zu verweilen. Nach der Hälfte der Strecke, links im 
Wald, ist eine freie Fläche. Hier wurde vor ungefähr 60 Jahren ein Bildstock errichtet und 
später Bänke aufgestellt, die zum kurzen Aufenthalt einladen.

Frau Magdalena Kahren (* 1912 + 1987) gab um das Jahr 1950 dem Maurermeister Josef 
Scheuren (* 1908  + 1976) den Auftrag diesen Bildstock zu bauen, zum Dank dafür, dass sie 
nach einer schweren Krankheit wieder gesund wurde. Durch den Bildstock, der liebevoll 
gepflegt wird, kommen regelmäßig Menschen zum „Forster Kuppen“ und zünden eine Kerze 
an. 

Bergkreuz

Der ortskundige Wanderer steigt auch gerne den schmalen Weg links neben dem Bildstock 
hinab und besucht das Bergkreuz, das vor 90 Jahren Männer errichtet haben, zum Dank dafür, 
dass sie nach dem Ersten Weltkrieg (1914 – 1918) gesund nach Mörsdorf zurückkehren 
konnten. Das Kreuz musste in der Vergangenheit mehrfach erneuert werden,  weil es den 
Witterungseinflüssen nicht standhielt, zuletzt in den Jahren 1990 und 2006. 
Bei der Räumung des Pfarrhauses und der Scheune im Jahr 2001 wurde ein großes Kreuz 
gefunden, das in zahlreichen ehrenamtlich getätigten Arbeitsstunden restauriert wurde. Das 
Kreuz wurde vorbehandelt, gestrichen und mit einem verzinkten Blech abgedeckt. Danach 
wurde ein massives Fundamt aus Beton gegossen. Der Transport des Kreuzes war 
Schwerstarbeit. Auf dem letzten nicht befahrbaren Stück des Weges trugen die Männer das 
Kreuz auf den Schultern zu seinem Platz auf dem Bergmassiv. Am Freitag, den 08. September 
2006 war die feierliche Einsegnung durch Pater Franz Behrla SVD und im Anschluss daran 
war eine Messe vor dem Bildstock am Forster Kuppen.

Kreuzwegstationen

Rechts neben dem Bildstock, auf einer Länge von 150 Metern, stehen 14 Kreuzwegstationen. 
Auf Initiative des Heimatvereins wurden diese Stationen errichtet.
Bei der Suche nach einem geeigneten Standort waren sich die Verantwortlichen schnell einig, 
dass der Forster Kuppen der ideale Platz für den Kreuzweg wäre. 
1995 wurde auf dem Friedhof in Mörsdorf das linke Gräberfeld (vom Eingang gesehen) 
geräumt. Die Grabsteine sollten zur Bauschuttdeponie gebracht werden. Der größte Teil der 
Grabsteine war jedoch aus dem gut verarbeiteten und wertvollen Stein Diabas. Nach 
Rücksprache mit dem Bildhauer Rudolf Müller (geboren in Lahr) transportieren die 
Mörsdorfer die Steine in seine Werkstatt nach Lutzerath. Dort meißelte er die 14 
wunderschönen Kreuzwegstationen, die am Forster Kuppen auf betonierten Sockeln befestigt 
wurden. Die Schrifttafeln fertigte der Steinmetz Walter König aus Kastellaun. Doch auch 
viele ehrenamtliche Stunden mussten hier geleistet werden bis am 25.04.1998 der Kreuzweg 
von Pater Behrla SVD feierlich eingesegnet werden konnte. 

Kreuz für den gefallenen Freund

Zwischen der neunten und zehnten Kreuzwegstation führt ein schmaler Pfad in den Wald. 
Dort steht ein Kreuz, das nach dem Zweiten Weltkrieg (1939 – 1945) errichtet wurde. 
Auf dem waagerechten Balken steht geschrieben: „Unserem gefallenen Freund“ 
und an dem senkrechten Balken wurde eine kleine Tafel befestigt mit der Inschrift: 
 
 „Sechs Freunde waren wir und trafen uns oft hier 
 dann ist der Krieg gekommen und hat Dich uns genommen 
 drum haben wir hier jetzt dies Kreuz für Dich gesetzt November 1947“ 
    
Die Freunde

Werner  Castor, 1925-2011 
Hermann Etges, 1925-2000
Anton Hoffmann ,1925-(Unbekannt) 
Karl  Platten, 1927-1990 
Rudolf Platten, 1927  
 
haben das Kreuz zum Gedenken an ihren Freund Hermann Silbernagel  (* 25.03.1925  in 
Mörsdorf   + 14.03.1945 gefallen in Lothringen)  aufgestellt. 

 
Die Wegzeichen zeigen uns, dass der Forster Kuppen über Generationen als beliebtes Ziel in 
Mörsdorf geschätzt wird.   (Text: Hildegard Scholl)