Eveshausen:Kirche St. Vitus Eveshausen
Geschichte

Im Testament des Ritters Heinrich von Waldeck wurde am 14. September 1332 erstmals eine Kapelle in Eveshausen schriftlich erwähnt. Wie das Gotteshaus im benachbarten Dommershausen gehörte sie über lange Zeit zur Pfarrei Lütz. Nachdem eine Visitation im Jahr 1743 beiden Kapellen einen baufälligen Zustand bescheinigt hatte, wurde der mittelalterliche Bau in Eveshausen 1763 abgerissen. An gleicher Stelle entstand daraufhin die heutige Kirche als barocker Saalbau. Das Innere wird von einem Tonnengewölbe überspannt, ein Dachreiter mit Zwiebelhaube und Wetterhahn krönt bis heute das Gebäude. Ein früher gestalterischer Eingriff erfolgte um 1800, als zwei der drei Chorfenster zugemauert und die Wandnischen mit einer Darstellung der Verkündigungsszene ausgemalt wurden. Im Jahr 1804 wurde Eveshausen schließlich als Filiale der Pfarrei Dommershausen zugeordnet. Im Jahr 1956 erhielt die Kirche mit dem Anbau der Sakristei ihr heutiges Erscheinungsbild, elf Jahre später folgte eine umfassende Innenrenovierung, bei der die Empore umgestaltet und ein neues Kirchengestühl eingebaut wurde. Im Jahr 2000 wurde schließlich der Chorraum neugestaltet, hierbei wurde der neue Zelebrationsaltar geweiht, der aus Teilen der historischen Kommunionbank gefertigt wurde.
Die beiden ursprünglichen Bronzeglocken, von denen eine aus der Vorgängerkapelle und eine aus dem Jahr 1774 stammte, wurden in den beiden Weltkriegen für die Waffenproduktion konfisziert und eingeschmolzen. Nach einem 1944 installierten Provisorium aus zwei Stahlglocken wurde 1989 die beiden heutigen Bronzeglocken geweiht und montiert. Erstmals wurde eine elektrische Läuteanlage installiert, womit die jahrhundertealte Tradition des wöchentlich wechselnden Läutedienstes endete.
Bereits im Jahr 1680 wurde dokumentiert, dass Eveshausen über eine eigene Begräbnisstätte verfügte seit 1976 liegt die Verwaltung des Friedhofs in den Händen der Zivilgemeinde.
Der heilige Vitus, Schutzpatron der Eveshausener Kirche, starb im 4. Jahrhundert unter Kaiser Diokletian als Märtyrer, da er seinem christlichen Glauben nicht abschwören wollte. Er wird heute zu den vierzehn Nothelfern gezählt. Zu seinen Ehren feiert die Gemeinde alljährlich am Wochenende nach dem 15. Juni das Vitusfest als Patronatstag
