Mörsdorf:Marienkapelle Mörsdorf
Geschichte

Die Marienkapelle in Mörsdorf blickt auf eine lange und bewegte Geschichte zurück. Bereits im Jahr 1907 wurde die ursprüngliche Kapelle, die sich im Kreuzungsbereich Treiser Straße / Windorferstraße befand, aufgrund ihres baufälligen Zustands abgerissen und etwas nördlicher neu errichtet. Die Bauarbeiten übernahmen ortsansässige Handwerksmeister: Maurermeister Franz Wechsler, Zimmermeister Josef May und Dachdecker Jakob Rössel. Die Finanzierung erfolgte vollständig durch die Gemeindekasse.
Der heutige Kapellenbau besteht aus Bruchstein mit einer markanten Backsteingliederung. Ein besonderes historisches Zeugnis befindet sich links neben dem Eingang: Ein Basaltkreuz mit der Jahreszahl 1652 erinnert an die Zeit nach dem Dreißigjährigen Krieg, als auch Mörsdorf schwer von der Pest betroffen war.
Bis zur Flurbereinigung im Jahr 1937 gehörte die Kapelle der Kirchengemeinde Mörsdorf, anschließend ging sie in das Eigentum der Ortsgemeinde über. Unter Pastor Dr. Eduard Arenz, der von 1940 bis 1955 in Mörsdorf wirkte, erhielt die Kapelle ihr Schönstattbild, das bis heute ein zentrales Element der Innenausstattung ist.
Im Juli 2011 erfuhr die Marienkapelle eine umfassende Renovierung, initiiert von einer engagierten Mörsdorfer Frauengruppe, der sogenannten Strickgruppe. Die Innenwände wurden neu gestrichen, das Dach ausgebessert und 2013 folgte die Erneuerung des Außenanstrichs. Diese Initiative trug maßgeblich zur Bewahrung des historischen Kleinods bei.
In den vergangenen Jahren entwickelte sich die Kapelle zudem zu einem beliebten Ort der Marienverehrung. Traditionell treffen sich die Mörsdorfer im Oktober dort, um mit einer Lichterprozession zur Kirche zu ziehen.
Heute ist die Marienkapelle ein stiller Ort des Gebets, ein Stück Dorfgeschichte und ein bedeutendes Zeugnis des religiösen und kulturellen Lebens in Mörsdorf.
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