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Mörsdorf:Kriegergedächtniskapelle Mörsdorf

Kastellauner Straße
56290 Mörsdorf

Geschichte

Ein kleines Gebäude mit Dachreiter und weißen Türen.

Schon kurz nach dem Ende des Ersten Weltkriegs entstand in Mörsdorf der Wunsch, eine Gedenkstätte für die gefallenen und vermissten Soldaten zu errichten. Pastor Helbach setzte sich dafür ein, einen geeigneten Standort zu finden. Als Platz wurde der ehemalige Franzosenfriedhof an der Ecke Kastellauner-/Lahrerstraße gewählt. Mehrere Baupläne wurden erstellt und verworfen, bis schließlich der Entwurf des Architekten Stahl aus Düsseldorf den Vorstellungen entsprach.

Unter der Bauleitung von Philipp Wolf entstand die Kapelle, die an Allerheiligen 1922 eingeweiht wurde. Die farbigen Fenster spendeten die heimgekehrten Kriegsteilnehmer.

In den folgenden Jahren prägten Inflation, Weltwirtschaftskrise und der Aufstieg des Nationalsozialismus das Leben. Viele junge Männer aus Mörsdorf zogen in den Zweiten Weltkrieg. Bis Kriegsende 1945 beklagte das Dorf 54 Gefallene und Vermisste; ein weiterer Mann starb 1948 an seinen Verletzungen. Pastor Dr. Eduard Arenz dokumentierte die Kriegserlebnisse des Dorfes.

Nach dem Krieg erhielt die Kriegergedächtniskapelle einen Steinaltar, ein Relief „Christus auf dem Ölberg“ sowie Steintafeln mit den Namen der Gefallenen beider Weltkriege. 2002 wurde sie für einen symbolischen Preis an die Ortsgemeinde verkauft, umfassend renoviert und 2003 feierlich neu eingesegnet. Heute erinnern 96 eingravierte Namen an die Opfer.

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