Laubach:Kirche St. Stephanus Laubach

Eine erste Erwähnung der Ortschaft Laubach ist für das Jahr 1103 zu nennen (‚Lupach’), wenig später in den Jahren 1211 und 1217 finden sich erste Erwähnungen einer Kapelle in Laubach (zum Bistum Trier gehörig) und im Jahre 1220 ist die Rede von einer Kapellenvikarie Laubach im Landkapitel Zell-Kaimt.
1557 Reformation: Laubach wird evangelisch, denn in seiner kurzen Regierungszeit (1557-1559) führte Herzog Friedrich III. im Herzogtum Simmern und in der hinteren Grafschaft Sponheim die evangelische Lehre ein.
Im Jahre 1595 erfolgte die Erweiterung des Laubacher Pfarrbezirks um die Filiale in Ebschied. Zwischen 1626 und 1706 wechselte die Vorherrschaft der Konfessionen oder die Kirche wurde gemeinsam benutzt. Im Rahmen der Kauber Kirchenteilung erfolgte 1706 die Zuteilung der Kirche an die Katholiken und die Bildung einer Pfarrei mit Bubach, Ebschied, Horn und Kloster Kumbd. Im Jahre 1716 brannte der größte Teil des Dorfes mitsamt seiner Kirche, die dem heiligen Stephanus geweiht war, nieder. Schon bald danach, im Jahr 1719, wurde sie wieder aufgebaut und in der Folgezeit fanden mehrfach Turmrenovierungen statt. Die Kirche wurde 1866 abgerissen und nach den Plänen des Kreisbaumeisters Sasse/Simmern neu errichtet, sie blieb dem heiligen Stephanus gewidmet.
In den siebziger Jahren des 20. Jahrhunderts wurde die Kirche gründlich restauriert. Dabei wurde aus Resten der steinernen Kommunionbank der Altartisch hergestellt. Unter Pfarrer Herbert Daun (1981–1993), Vorgänger von Pastor Franz-Josef Robert (1993 bis 2008), wurde schließlich die Turmspitze in der heutigen (und ursprünglichen) Form erneuert. Unter der Regie von Pastor Robert wurde dann der Innenraum erneut renoviert.
Der heilige Stephanus ist im Neuen Testament ein Diakon der Jerusalemer Urgemeinde. Er gilt als erster Märtyrer des Christentums, da er wegen seines Bekenntnisses zu Jesus Christus gesteinigt wurde. Die Steinigung des Stephanus war der Auftakt einer Christenverfolgung in Jerusalem.
