Lingerhahn:Kirche St. Sebastian Lingerhahn
Geschichte

Die Kirche St. Sebastian geht auf einen geosteten Bruchsteinsaal aus dem Jahr 1773 zurück. Der Architekt und Mainzer Dombaumeister Ludwig Becker entwarf 1913/1914 das heutige von einem Tonnengewölbe überspannte Langhaus mit dem Kirchturm, in dem auch die Sakristei untergebracht ist. Der Bau wurde jedoch erst 1923/1924 fertig gestellt. Mit der Fertigstellung des Langhauses erbaute Otto Kratochwil eine pneumatische Kegelladen-Orgel mit 13 Registern auf zwei Manualen und Pedal. Der Spieltisch befand sich freistehend an der Emporenbrüstung.
Der Altar befand sich in der Südapsis des neuen Langhauses. Der ältere Teil blieb als Querschiff erhalten, in dem auch die Orgelempore errichtet wurde.
Mitte der 1990er Jahre wurde die Kirche umgestaltet. Die Orgelempore wurde abrissen und der Altar in den nun frei gewordenen Bereich in die Mitte des Querschiffes verlegt.
1996 wurde die Orgel durch Hugo Mayer Orgelbau in der Südapsis des Langhauses technisch neu erbaut, wobei das Gehäuse der Kratochwil-Orgel erhalten blieb. Das Instrument verfügt über 13 Register auf zwei Manualen und Pedal. Der Spieltisch steht frei vor dem Orgelgehäuse. Die Spieltraktur ist mechanisch, die Registertraktur elektrisch ausgeführt.
Nach umfangreichen Renovierungsmaßnahmen erstrahlt die Kirche seit Weihnachten 2025 wieder in neuem Glanz.
Der heilige Sebastian, Schutzpatron der Kirche, war ein römischer Soldat, der seit dem 4. Jahrhundert als Märtyrer verehrt wird, weil er wegen seines Bekenntnisses zum Christentum getötet wurde. Sein Gedenktag ist der 20. Januar.
