Braunshorn:Kirche St. Markus Braunshorn
Geschichte

Die alte Kirche, die 1175 eingesegnet wurde, stand südlich von der heutigen Kirche auf dem jetzigen Friedhof.
An die im Jahre 1833 mit Bruchsteinen erbauten Markuskirche, wurde ein hoher Turm angebaut, der sich wegen seiner geringen Steinverbindung von der Kirche löste und 1883 in Teilen abgetragen werden musste. Im Jahr 1892 wurde die Kirche polizeilich geschlossen, weil der Eingang durch den Turm gefahrenvoll war. Es wurde ein Seiteneingang angebracht. Der Turm musste komplett abgetragen werden.
Im Herbst 1892 erfolgte die Zusage zum Neubau des Turms. Es wurde ein Bauverein gegründet, in dem selbst ärmste Leute ihren Anteil einzahlten. Im Frühjahr 1893 wurden durch große Mithilfe der Bevölkerung die Materialien kostenlos herbeigeschafft und so konnte der Bau beginnen.
Im Glockenturm wurden 2 Glocken installiert, die 1915 erneuert werden mussten. In den Wirren der beiden Kriege mussten die Glocken weggegeben werden.
Am Pfingstsonntag 1950 wurden zwei neue Glocken gesegnet und ihrer Bestimmung übergeben.
Im Jahre 1955 wurden neue Kirchenfenster des Glasmalers Jakob Schwarzkopf angeschafft. Die Fenster stellen viele Heilige und Symbole des Altarsakraments dar. Die Fenstersteineinfassungen wurden 1986 erneuert.
Zwischen 1985 und 1990 erfolgte eine umfangreiche Generalsanierung sowohl im Innen- wie im Außenbereich der Kirche.
Ein neugotischer Sakramentsaltar wurde 1987 angeschafft, restauriert und am 22. April 1989 während des Festgottesdienstes der Markuskirmes durch Regionaldekan Becker eingesegnet.
Das alte Harmonium hatte 1998 ausgedient und wurde durch eine gebrauchte Pfeifenorgel aus einer bayerischen Klosterkirche ersetzt und 2026 durch einen neuen Orgelspieltisch ergänzt.
Ein neuer Ambo, ein Zelebrationsaltar, sowie die Anschaffung eines neuen Chorgestühls rundeten den Altarraum ab. Die Einsegnung erfolgte am 29.April 2012 durch Herrn Pastor Wiederstein während des Kirmeshochamtes.
Ab Herbst 2015 stand die Sanierung und Reinigung des Kirchengewölbes und des Glockenstuhls an.
Zum Abschluss wurde am 21. Mai 2017 ein Glockenfest, in der Kirche, gefeiert.
In der neugotischen St. Markuskirche, die seit 1990 unter der Denkmalpflege des Landesamtes steht, können bis zu 200 Personen Platz nehmen.
Der heilige Markus, Schutzpatron der Kirche, gilt als erster Evangelist, dessen Evangelium zwischen 50 und 60 n.Chr. verfasst wurde, und der die Predigten des Apostels Paulus aufschrieb. Sein Gedenktag ist der 25. April.
